
SCHAMANISMUS
“In der Welt, in der wir leben, sind alle überall auf der Suche; es gibt so viele Wege und Möglichkeiten, doch niemand scheint eine Lösung zu finden. Aber in der schamanischen Welt haben wir gelernt, dass, wenn wir unsere Energie verändern, auch die Welt anfängt sich zu verändern. Wir können das in unserem täglichen Leben anwenden, und es ist dringend notwendig.”
Angaangaq Angakkorsuaq (Ältester der Eskimo-Kalaallit, Grönland)
Ein Mensch wird meiner Meinung nach nicht zum Schamanen durch einen Kurs oder einen Workshop. Eine Initiation durch das Leben und die Geister, andere Schamanen, die Sippe, für die der Mensch, der mit den Lebewesen und den Geistern zum Wohle aller kommuniziert und die Verantwortung übernimmt, machen ihn zum Schamanen. Er ist gleichermaßen Heiler, Weiser, Ratgeber, Seelsorger, Lehrer, Zeremonienmeister – vor allem aber ist er ein Mensch und Teil des Lebens. Gerade in unserer modernen und hektischen Zeit, in der der Kontakt zu den Rhythmen der Natur weniger präsent ist und wir uns zunehmend in virtuellen Realitäten aufhalten, wir nicht zuletzt dadurch einer Unmenge an Informationen und Eindrücken ausgesetzt sind, bedarf die Seele einer besonderen Aufmerksamkeit und Pflege, um nicht zu verkümmern oder Schaden zu nehmen.
Das Hauptanliegen meiner Arbeit ist, den Menschen (wieder) in seine Kraft zu bringen. Doch was bedeutet es, in seiner Kraft zu sein?
Mein Verständnis davon ist, das Denken, das Fühlen und das Handeln miteinander auf gute Weise abzustimmen. Sein volles Potential auszuschöpfen und leben zu können, sich mit allen Sinnen zu spüren und wahrzunehmen, mit seiner Umwelt in Kontakt zu sein und sich seiner Wurzeln bewusst zu sein.
In der schamanischen Welt ist Kraft etwas ganz selbstverständliches und es gibt eine Unzahl an Kraftquellen, die sich ein Schamane zu Nutze machen kann.
Es gibt Kraftplätze in der Natur, wie den individuellen Geburtsort, es gibt Kraftgegenstände wie die Misha - das Medizinbündel, Trommeln, Amulette, etc., es gibt Krafttiere, Pflanzen und allen voran unsere Ahnen.
In der schamanischen Welt ist Kraft etwas ganz selbstverständliches und es gibt eine Unzahl an Kraftquellen, die sich ein Schamane zu Nutze machen kann.
Es gibt Kraftplätze in der Natur, wie den individuellen Geburtsort, es gibt Kraftgegenstände wie die Misha - das Medizinbündel, Trommeln, Amulette, etc., es gibt Krafttiere, Pflanzen und allen voran unsere Ahnen.
Die sechs Richtungen, bestehend aus den Polaritäten Himmel und Erde, sowie den vier Himmelsrichtungen sind Kräfte, die unser Leben bestimmen und unterstützen. Die Planten, Monde und Sterne sind Kräfte, die man nutzen kann, sprich unsere ganze Schöpfung.
Um Kräfte in sich aufzunehmen, bzw. wirken zu lassen, muss man zu allererst durchlässig und empfänglich dafür werden. Dabei ist der Schamane oft Vermittler, Lehrer oder Initiator zwischen Empfänger und der Kraft.
Dies kann im Einzelsetting geschehen, in Zeremonien (wie Schwitzhütten, Taufen, Jahreskreisfesten und dergleichen) oder im Rahmen von Initiationen/Karpay und noch vieles mehr.
Wenn der Mensch in seiner Kraft ist, ist er bei sich selbst zu Hause angekommen.





Reinigung ist ein alltäglicher Prozess für Menschen, der oft nur physische Aspekte berücksichtigt, während die Reinigung von energetischen Feldern und Energien in uns und um uns oft vernachlässigt wird. Das Energiesystem sowie das energetische Umfeld in unseren Wohn- und Arbeitsbereichen können durch Belastungen und fremde Energien gestört sein, weshalb eine systematische Reinigung nötig ist. Hier kommen Schamanen ins Spiel, die in der Lage sind, diese belastenden Energien zu identifizieren und einen Ausgleich der Kräfte zu schaffen. Mit Hilfe von verschiedenen Werkzeugen wie Räucherwerk, Federn, Rasseln, Pflanzen, einem Ei oder einem Medizinbündel arbeiten sie in Verbindung mit spirituellen Helfern, um unerwünschte Energien zu entfernen. Belastende Energien können aus verschiedenen Quellen stammen, darunter Medienreize, toxische Verbindungen zu Personen oder Situationen und elementale Energien, die an Menschen oder Orten haften. Diese belastenden Wolken an Gefühlen können die energetische Balance stören und dazu führen, dass sich Menschen in negativen Emotionen verlieren. Zudem können hängengebliebene Seelen oder Energieräuber Energie entziehen, ohne dass es einen Ausgleich gibt, was die Notwendigkeit für energetische Reinigung umso deutlicher macht.


Der Seelenverlust wird als ein Phänomen beschrieben, das sowohl abrupt durch plötzliche emotionale Ereignisse als auch schleichend durch langanhaltende Schwächungen der Seele auftreten kann. Ein gesunder Körper stellt eine stabile Grundlage für die Seele dar und sorgt dafür, dass sie kraftvoll bleibt. Wenn jedoch länger andauernde, krankhafte Prozesse sowohl körperlich als auch geistig vorliegen, kann dies die Verbindung zwischen Körper und Seele schwächen, was zu einem Seelenverlust führt. Beispiele für solche Prozesse sind chronischer Stress oder Burnout, die oft in einer Depression münden.
Die Anzeichen für eine Beeinträchtigung der Seele sind vielfältig und umfassen Gefühle wie Apathie, innere Leere sowie emotionale Verstimmungen. Betroffene erleben häufig Schlafstörungen, Angstzustände und können sich nicht richtig im eigenen Körper verankert fühlen. Weitere Symptome sind ein schwaches Immunsystem sowie körperliche Leiden ohne klare Ursache. Im Kontext der Seelenrückholung begibt sich ein Schamane in einen veränderten Bewusstseinszustand, um in der „Nichtalltäglichen Wirklichkeit“ nach verlorenen Seelenanteilen zu suchen. In Zusammenarbeit mit spirituellen Helfern versucht er, diese Teile zurückzugewinnen und dem Klienten zu integrieren.
Die Rückkehr eines Seelenteils kann sofortige Veränderungen im emotionalen und psychischen Zustand des Menschen bewirken, bedarf jedoch der bewussten Integration. Dieser Prozess ist oft tiefgreifend und berührt persönliche Aspekte des Klienten, die schwer in Worte zu fassen sind.
Die Kraft der Worte ist essenziell in schamanischen Praktiken und dient als Energiekanal. Durch gesprochene Worte, die durch unseren Atem leben, geben wir unsere Energie nach außen ab. Rimay ist die energetische Fähigkeit im Halszentrum, dem Kunka Ñawi, und steht für „richtige Sprache“, die wahrhaftig und klar ist. Sie hat die Fähigkeit, die materielle Welt zu beeinflussen. Im Gegensatz dazu bedeutet "Willay" einfaches Reden ohne Kraft, oft Geschichten, die man gehört hat. Rimay hingegen teilt persönliche Erfahrungen und Erlebnisse.
In den schamanischen Kulturen und spirituellen Lehren heißt es vielfach, dass Worte heilig sind. Genau das ist der Einsatz von Rimay.
Schamanische Praktiken, die von Rimay geprägt sind, übertragen heilsame Energie, die den Menschen unterstützen, weiterbringen und ihn stärken.
Schamanen haben in vielen Kulturen immer wieder eine zentrale Rolle gespielt, die über das Heilen und Leiten von Zeremonien hinausgeht. Sie sind Weise, Älteste, Priester und Geschichtenerzähler, deren Worte und Lehren von großer Bedeutung sind. Ihre klare und authentische Sprache ist nicht nur kraftvoll, sondern trägt auch die Energie der tradierten Geschichten und Mythen ihres Volkes. Diese Mythen, wie die Geschichte von Frau Holle, verkörpern wichtige Lektionen und Werte, die dazu beitragen, ein tieferes Verständnis für die Beziehung zur Natur und zu uns selbst zu entwickeln.
Das Erzählen eines eigenen Mythos ist ein Akt der Würdigung des eigenen Lebens und eine Einladung, die persönlichen Werte und Erfahrungen zu teilen. Jeder Mensch ist aufgefordert, einen zeitgerechten Mythos zu verfassen, der sowohl die Wurzeln der eigenen Kultur als auch die zeitgenössischen Herausforderungen widerspiegelt. In diesem Prozess wird das eigene Leben zu einem bedeutenden Teil des kollektiven Erbes, während man sich auf eine Reise begibt, um zu erkennen, dass jede Erfahrung und jeder Tag Potenzial für Großartigkeit birgt. Der eigene Mythos verlangt Authentizität und ermutigt dazu, im Einklang mit der Natur und dem Leben zu leben, während die Weisheit der Ahnen als Leitfaden dient.





... ist ein Fokussieren der Gedanken und der Energie und hilft uns dabei, Achtsamkeit zu üben, zu innerer Ruhe und Stille zu kommen, uns von störenden Gedanken und Energien zu befreien.
Dabei erhalten wir oft tiefe Einsichten über uns selbst, aber auch über das Leben und die Natur - sowohl in uns, als auch um uns.
Für mich erstreckt sich Meditation von einer formlosen Geste, in der ich morgens barfuß Mutter Erde begrüße und ihr einen guten Morgen wünsche, bis hin zu komplexen Meditationsübungen um mein Energiefeld zu reinigen, meine Energiezentren zu nähren, mich mit den Elementarkräften verbinde oder einfach "nur" in die Stille gehe.
Viele Meditaionen ähneln dem Stillen Qi Gong und sind in der Technik gleich, weil wir dabei immer mit unserer Vorstellungskraft arbeiten und unseren Geist damit trainieren und erheben.Dabei erhalten wir oft tiefe Einsichten über uns selbst, aber auch über das Leben und die Natur - sowohl in uns, als auch um uns.
Für mich erstreckt sich Meditation von einer formlosen Geste, in der ich morgens barfuß Mutter Erde begrüße und ihr einen guten Morgen wünsche, bis hin zu komplexen Meditationsübungen um mein Energiefeld zu reinigen, meine Energiezentren zu nähren, mich mit den Elementarkräften verbinde oder einfach "nur" in die Stille gehe.
Viele Meditaionen ähneln dem Stillen Qi Gong und sind in der Technik gleich, weil wir dabei immer mit unserer Vorstellungskraft arbeiten und unseren Geist damit trainieren und erheben.


"Für mich ist Meditation wie ein Zwiegespräch mit Pachamama."
Vilma Pinedo Sanchez (Curandera und Weisheitshüterin aus Huasao)
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Die Mesa oder Misha ist der "Medizinbeutel" eines Paqos, sein tragbarer Altar.
Sie ist ein gekonnt gefaltetes Stoffbündel aus einer kunstvoll gewebten Decke, meist mit andinen Mustern, die allesamt eine Bedeutung in sich tragen. Sie beinhaltet die Khuyas, die die "Kraftobjekte" des Paqos sind und ihn mit leichter Energie "Sami" verbinden.
Die Misha ist die rituelle Darstellung eines heiligen Raumes durch eine Reihe von Stoffen oder Tüchern, Mestanas und Unkuñas genannt, die dazu dienen, auf symbolischer und ritueller Ebene eine Beziehung zwischen der physischen Welt und der energetischen Welt darzustellen. Es wird eine Dimension des persönlichen Universums des Paqos dargestellt, die ihn mit leichter Energie verbinden. Die Mischa wird seit Tausenden von Jahren in den Anden aus Alpakawolle hergestellt und wird durch das Weben der Quantenkarte der Kräfte des Universums und seiner Beziehung zum Menschen dargestellt. Die 3 Stoffe, aus denen es besteht, sollen die Schaffung eines eigenen Universums für den Träger steuern
Ich selber bin Träger von drei Mesas, mit denen ich arbeite:
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Volker Truckenthanner
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