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MEDIZINGESPRÄCH

»... Ich habe Euch eine Geschichte zu erzählen. Eine wahre Geschichte. Ich erinnre mich, dass die Geschichte viele Male erzählt wurde.

Nun meine lieben, nachdem uns so oft gesagt wurde, hör zu, hör zu, hör noch genauer zu…bis die Geschichte Teil von Dir wird. Dann, und nur dann, wirst Du imstande sein, die Geschichte in Deiner Welt zu erzählen – in Deiner kraftvollen und wunderschönen Welt..."


Angaangaq Angakkorsuaq (Ältester der Eskimo-Kalaallit, Grönland)

Schamanen waren seit jeher, neben ihrer Aufgabe als Heiler und Zeremonieleiter, auch Weise, Älteste, Priester, Gelehrte, Sänger und Geschichtenerzähler. Was sie zu sagen hatten, war von Bedeutung, hatte Gewicht und wurde respektiert und geachtet. Ihre Sprache war klar, authentisch, kraftvoll und ihre Worte haben die Energie getragen. Mit den von ihnen erzählten Geschichten und Mythen haben sie die Lehren, Weisheiten und Werte ihres Volkes lebendig gehalten und weitergegeben.

Unsere Mythen sind die Märchen...wir bräuchten nur jemanden, der sie uns erzählt...und wir müssten zuhören, noch genauer zu hören... bis wir sie verinnerlicht haben und sie zu einem Teil von uns würden.

Dann würden wir verstehen, dass Frau Holle unsere Mutter Erde repräsentiert, die uns liebevoll empfängt, beherbergt, umsorgt und nährt, wenn auch wir achtsam und respektvoll ihr gegenüber sind. So wie sie es mit der Goldmarie gehalten hat. Wir würden wertvolle Ratschläge erhalten, wenn uns in einer Lebenskrise die "böse Stiefmutter" schikaniert und uns Steine in den Weg legt, bis unser Lebensfaden auf der "Wollspindel" beschmutzt wird oder gar reißt. Wir würden erfahren, wie man an einen gerissenen Lebensfaden wieder anknüpft, mit all den Erfahrungen, die wir auf unserer schamanischen Reise in die unstere Welt...der Bereich unseres Unterbewusstseins... durch den Brunnen, oder wie Alice im Wunderland durch den Kaninchenbau, machen.

Das und noch viel mehr sind die mythen unseres Volkes, unserer Gesellschaft, unserer Ahnen und letztendlich verwoben mit unseren eigenen Mythen.


Erzähle deinen eigenen Mythos..

Einen eigenen Mythos zu schreiben bedeutet, das eigene Leben zu würdigen, bereit zu sein, der Welt von den eigenen Werten, Erfahrungen und Geschichten zu erzählen. Der eigene Mythos ist immer verwoben mit dem unserer Ahnen, mit den Wurzeln der Kultur in der wir Leben, mit den Wurzeln des eigenen Volkes und des Zeitalters in dem wir Leben. Auf dem Weg zum/zur Ältesten sind wir aufgerufen, einen zeitgerechten Mythos zu schreiben, offen zu sein, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Im eigenen Mythos zählt rückblickend nur, was ist und nicht, was hätte sein können. Er erzählt immer vom Werden und Sein. Wir sind aufgerufen unser Leben ins Dasein zu träumen, zu verwirklichen. Dabei kann alles und jeder Tag großartig sein und zu einem Denkmal  oder Meilenstein werden, es muss nur aus unserem Herzen, aus unserer tiefsten Überzeugung gelebt werden, im Einklang mit dem Leben und dir selbst. Im Mythos deines Leben gibt es keine Statisten, sondern immer nur Hauptdarsteller.

Ehre dein Leben, um es zu deinem Mythos zu machen, mit allem, was es mit sich bringt, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Bringe deine Geschichte in Einklang mit der von Mutter Erde, der Natur und dem Leben um dich.

Passe deinen, von den Ahnen vererbten Mythos, an deinen an und lebe DICH dadurch, mit der Kraft deiner Ahnen.

Sprich mit deinem Schöpfer, egal wie du ihn nennst und welcher Religion du entstammst, und vertraue auf seine Weisheit.

Das sind ein paar Gedanken zum Weg des Lebens und wie man ihn gehen kann, um zum/zur Ältesten zu werden. Jedes Heute wird auf diesem Weg unweigerlich irgendwann zum Gestern. Verschiedene Stationen unseres Lebens lassen uns innehalten und zurückblicken und werden zu einem Kapitel im großen Buch unseres Lebens. Eines Tages werden wir zurückblicken und unseren Kindern und Enkelkindern aus diesem Buch vorlesen, sie werden dabei aufmerksam zuhören, mit uns lachen und weinen, das eine oder andere wieder vergessen oder als Anstoß ins eigene Leben mitnehmen, weiterleben, weiter entwickeln und zu einem Teil ihres eigenen Mythos’ machen. Auf diese Weise leben die Ältesten weiter in den Mythen und Geschichten, aber vor allem in den Herzen.

 

In allen schamanischen Kulturen haben Worte eine besondere Bedeutung. Ob es ein Gebet ist, die Zwiesprache mit unserem Schöpfer, Gesänge, Mantren die rezitiert werden, Chants oder einfach nur Gespräche. Es sind Worte die mit Kraft gesprochen werden, Wahrheit und Authentizität nach außen tragen. Die Worte bringen Gedanken, Gefühle und Energie an die Oberfläche und setzen Dinge in Bewegung. Aber es braucht auch Zuhörer, die den Worten Aufmerksamkeit schenken.


Ein Bild aus alten Kulturen…

Menschen sitzen im Kreis um ein wärmendes Feuer und beraten sich, sprechen miteinander in genau dieser kraftvollen Weise.


Aus so einem Bild entstand wohl auch die Redestab Zeremonie bei den Ureinwohnern Nordamerikas...

Gab es Dinge zu besprechen, zu entscheiden, traf sich die Sippe am Ratsfeuer ihres Volkes in einem Kreis und derjenige, der den Stab hielt hatte die Aufmerksamkeit des Kreises, aber auch in der eigenen Aufmerksamkeit.

Diese uneingeschränkte Aufmerksamkeit ist eine Form des Respekts für sich selbst, seinen Mitmenschen, die Gruppe und das große Ganze. Der Sprecher richtet seine Aufmerksamkeit nach innen, um in sich aufzuspüren, was in diesem Moment „das Wesentliche“ ist und es mit den anderen zu teilen. Der Zuhörer richtet die Aufmerksamkeit nach außen, auf den Sprecher, um zu erkennen, was im Moment das Wesentliche dieses Menschen ist und was dieses für den Kreis und die Gemeinschaft bedeutet.

Mit dem Stab in der Hand wurde aus den Tiefen von Herz und Seele gesprochen.

Jeder kann sich einbringen und was zählt, ist ausschließlich das Aussprechen der eigenen Wahrheit, ohne Anspruch darauf, Recht haben zu wollen oder andere zu überzeugen. Offen sein für die Worte der Anderen und doch ganz bei sich selbst. Hören und gehört werden. Angeregt werden durch die Herzenswahrheit der Anderen und sich selbst erfahren und wachsen, andere Sichtweisen anerkennen, inspiriert werden…


Regeln für die Redestab Zeremonie:

  • Die Gruppe sitzt im Kreis, in dem jeder gleichwertig ist.
  • Der, der den Redestab hat, sagt, was ihm wirklich wichtig ist und was das für die Gruppe, das Projekt oder Thema bedeutet. Er spricht aus tiefstem Herzen und mit Kraft.
  • Jeder kann sprechen, wenn er den Stab hat, aber keiner muss sprechen. Möchte ein Teilnehmer nicht sprechen, so kann er den Stab halten und schweigen, solange er möchte und ihm gehört trotzdem die volle Aufmerksamkeit und Achtsamkeit der Gruppe.
  • Solange einer spricht, hören die andern in Stille aber mit voller Aufmerksamkeit zu.
  • Der Redestab kreist im Sonnenlauf weiter, sobald der aktuelle Sprecher alles gesagt hat.
  • Es werden keine überflüssigen Reden gehalten, sondern die Rede kurz und knapp gehalten.
  • In Gelassenheit und mit voller Aufmerksamkeit zuhören und dabei voll und ganz bei sich bleiben
  • Per ICH reden, aus meiner Sicht, mit meiner Brille: „Ich vermute“, „Ich nehme an“, „Mir scheint“
  • Ich-Anteil veröffentlichen, was hat die Frage mit mir zu tun, wo liegt mein persönliches Interesse
  • DU Botschaften vermeiden
  • Keine Zwischenfragen, kein Ausfragen, keine Kommentare von bereits gesprochenem
  • Wörter wie „nie“ oder „immer“ meiden
  • Bei einem fixen Thema konkret über die anliegende Sache reden, mit Gelassenheit dran bleiben und klären

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